Immer noch keine Chorproben!

Immer noch keine Chorproben!

MGV „Heimatklang“ Settel setzt Chorproben bis auf weiteres aus

Wie erwartet war die Beteiligung beim ersten Treffen der Heimatklang-Sänger nach Lockerung der Coronaauflagen am Montag, 5. Juli 20121 unter freiem Himmel sehr groß. Fast alle Chorsänger und einige passive Mitglieder freuten sich auf das Wiedersehen, selbst Settels amtierende Schützenkönigin Grietje Huismann-Hofman war spontan aus Holland angereist. In geselliger Runde gab es natürlich viel zu erzählen, standen doch inzwischen rund 60 ausgefallene Chorproben zu Buche. MGV-Vorsitzender Ralf Krumme und Chorleiter Andreas Oeljeklaus begrüßten die Anwesenden und gaben einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der geltenden Vorschriften für den Chorgesang in geschlossenen Räumen. Demnach darf mit Maske und in 2m Abstand der Personen geprobt werden, vorausgesetzt die sogenannten -3G’s- werden eingehalten. „Das ist bei uns im Vereinslokal nicht möglich“, erläuterte Krumme, „wir könnten eventuell auf einen größeren Probenraum ausweichen“.  Chorleiter Oeljeklaus lies keinen Zweifel daran aufkommen, dass die geltenden Vorschriften einzuhalten sind und nicht eigenmächtig ausgehebelt werden dürfen. Er stellte die Frage: „Wollen wir wirklich mit Maske in 2m Abstand singen? – das macht aus meiner Sicht wenig Sinn“. Alternativ wäre stimmenweises Singen mit geringerer Personenzahl in zeitlichen Abständen erlaubt. Hinzu kommt, dass noch nicht alle Chormitglieder vollständig geimpft sind. Sängerkreisvorstandsmitglied Friedel Snethkamp teilte mit, das seitens des Sängerkreises Nordwestfalen eine offizielle Anfrage an Gesundheitsminister Laumann erfolgt sei, da regional sehr unterschiedliche Auskünfte und Handhabungen erfolgen, verbunden mit dem deutlichem Hinweis, das das Kulturgut Chorgesang eines der Hauptleidtragenden der Pandemie ist, mit derzeit noch unabsehbaren Negativfolgen. Die Stellungnahme seitens des Ministeriums soll in Kürze vorliegen, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Die Setteler Sänger gehen nun zunächst in die Sommerpause, bleiben jedoch gleichzeitig auf der Suche nach Möglichkeiten, die Chorproben in bewährter Manier wieder aufnehmen zu können. Das nächste Zusammentreffen wurde von Vorstand und Chorleiter auf Montag, den 16. August terminiert, in der Hoffnung auf mehr Klarheit.

Unter freiem Himmel trafen sich die Sänger des MGV „Heimatklang“ Settel in geselliger Runde zur Planungsbesprechung bezüglich der zukünftigen Chorproben- und Vereinsarbeit.

MGV-Gratulation zur Silberhochzeit

MGV-Gratulation zur Silberhochzeit

MGV-Gratulation zur Silberhochzeit für Theater-Urgestein Irmhild Feldkamp

Im Juni 2021 feierten Jörg und Irmhild Feldkamp, geb. Stöppel ihr 25jähriges Ehejubiläum. Zur Silberhochzeit gratulierte natürlich auch MGV-Vorsitzender Ralf Krumme  der beliebten Laienschauspielerin und ihrem Mann mit einem Heimatklang-Präsent. Als jüngste Tochter des Vereinswirtepaares  Werner und Christa Stöppel zeigte sie schon früh Interesse am plattdeutschen Theaterspiel. Das entsprechende Talent war ihr in die Wiege gelegt und ihr erfrischendes Szenenspiel zeigte Irmhild seit 1996 bei inzwischen 68 Theateraufführungen und erntete jedes Mal donnernden Applaus der Zuschauer. Außerdem wirkte sie beim 75.Vereinsjubiläumm im Jahr 2001 und beim 2011er Chorkonzert „Männer können alles“ in Theatersketchen und als heitere Co-Moderatorin mit. Ehemann Jörg ist seit 1998 als förderndes Mitglied im MGV dabei und zuverlässiger Helfer bei den Theatervorbereitungen. Auf dem Hof Feldkamp fiel 2009 der Startschuss zum  geselligen 39. Setteler Bierfassrollen.

Dem Silberpaar wünschen wir noch viele glückliche Jahre und hoffen auf weiterhin guten Zusammenhalt in der „Heimatklang-Familie“.

Freiluft-Treffen der „Heimatklang-Sänger“

Freiluft-Treffen der „Heimatklang-Sänger“

Freiluft-Treffen der „Heimatklang-Sänger“ am Montag, 5. Juli um 19.30 am Milleniumbaum in Settel

Die letzte Chorprobe vor Einführung der Corona-Pandemiebeschränkungen  absolvierten die Sänger am Rosenmontag 9. März 2020 im Vereinslokal Beumer-Stöppel. Inzwischen mussten rund 60 Chorproben ausgefallen, weil beim Singen nachweislich die meisten Aerosole freigesetzt werden. Jetzt aber soll es ganz vorsichtig wieder losgehen. Am kommenden Montag, dem 5. Juli kommen die Sänger um 19.30 Uhr zu einem ersten geselligen Freilufttreffen am Setteler Milleniumbaum zusammen. Chorgesang ist zwar noch nicht angesagt, jedoch soll die weitere Vorgehensweise nach erfolgter Impfimmunisierung mit Chorleiter Andreas Oeljeklaus abgestimmt werden. Gemeinsam mit dem MGV-Vorstand  bitten sie um vollzähliges Erscheinen und appellieren zugleich an sangesfreudige Neu- oder Wiedereinsteiger, insbesondere aus Reihen der passiven Mitglieder, diese gesellige Gelegenheit zum Wiedersehen und Kennenlernen zahlreich zu nutzen. Der Rastplatz wird einladend hergerichtet, für das leibliche Wohl ist gesorgt und Parkmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.

Auf Einladung des amtierenden Vorstandes treffen sich die Mitglieder des MGV „Heimatklang“ Settel am Montag dem 5. Juli um 19.30 Uhr auf dem Rastplatz am Milleniumbaum am Setteler Damm zum Wiedersehen in geselliger Runde und Planungsbesprechung zur zukünftigen Chorproben- und Vereinsarbeit.

„Singen ist das gefährlichste Hobby der Welt“

„Singen ist das gefährlichste Hobby der Welt“

Auftritte liegen für Chöre in Corona-Zeiten in weiter Ferne. In diesem Jahr, so Friedel Snethkamp (rundes Bild), rechnet er nicht mehr damit. Das Bild entstand beim gemeinsamen Konzert der Chorgemeinschaft Lengerich mit dem Akkordeonorchester „Tanzende Finger“ vor gut zwei Jahren in der Gempt-Halle. (Foto von Gernot Gierschner/privat)

Friedel Snethkamp vom Sängerkreis Nordwestfalen über das Chorleben in der Corona-Pandemie

Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie waren Chöre fester Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Seit März vergangenen Jahres sind die Singgemeinschaften verstummt. Es darf nicht in Präsenz geprobt, Konzerte mussten abgesagt werden. Wie die Situation in den Mitgliedschören des Sängerkreises Nordwestfalen aktuell ist, hat Friedel Snethkamp, Beisitzer im Vorstand, im Gespräch mit WN-Redakteur Michael Baar beschrieben.

Was ist derzeit für Chöre möglich?

Friedel Snethkamp: So gut wie gar nichts. Die Aerosole, über die das Coronavirus übertragen werden können, bremsen die Chöre aus, weil die Abstandsregeln in so großen Gruppen nicht eingehalten werden können.

Sind Online-Proben eine Alternative?

Snethkamp: Im Grunde genommen nicht. Mir ist im Sängerkreis mit seinen 56 Mitgliedschören nur einer bekannt, der das durchführt. Das ist Melodize plus in Ladbergen. Die proben einmal in der Woche via Internet.

Das kann doch kein vollwertiger Ersatz für eine Präsenzprobe sein, oder?

Snethkamp: Sicherlich ist das nicht mit einem Übungsabend zu vergleichen, wie er vor der Corona-Pandemie üblich war.

Ohne Proben leidet die Gemeinschaft. Gibt es da Ansätze, das zu verhindern?

Snethkamp: Ich kenne etliche Chöre, die sich – in der Regel alle 14 Tage – online treffen, um wenigstens miteinander zu kommunizieren. Auch das ist ein Ansatz, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu pflegen.

Was ist mit den Konzerten, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten?

Snethkamp: Ich kann das am Beispiel meines Chores, des MGV „Heimatklang“ Settel, aufzeigen. Unser kleiner Chor und auch der MGV hatten im vergangenen Jahr Konzerte geplant. Die haben nicht stattgefunden, sollen aber nachgeholt werden.

Gibt es dafür schon Termine?

Snethkamp: Nein. Zum jetzigen Zeitpunkt, wo noch nicht wieder geprobt werden darf, lässt sich diese Frage seriös nicht beantworten.

Der MGV „Heimatklang“ hat ja auch eine Theatergruppe. Das Stück „Oll wä Schwien hatt“ wurde zwei Mal aufgeführt, dann erfolgte der Abbruch. Werden die drei ausstehenden Aufführungen nachgeholt?

Snethkamp: Ja. Stand jetzt soll das Anfang März 2022 geschehen.

Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit?

Snethkamp: Die Karten bleiben gültig. Wer sein Geld zurückhaben wollte, hat das erhalten.

Gekaufte Karten, das trifft wahrscheinlich auch auf andere Chöre zu?

Snethkamp: Ja, beispielsweise auf das gemeinsame Konzert der MGV Höste und Antrup mit den 6-Zylindern. Die haben jetzt den September 2022 im Visier als Nachholtermin.

Wie kann der Sängerkreis seine Mitgliedschöre in der Pandemie unterstützen?

Snethkamp: Wir haben die Chöre immer über die auf Basis der Corona-Regelungen zu erfüllenden Anforderungen hingewiesen. Basis sind dabei die Empfehlungen des Landes-Chorverbandes. Zudem pflegen wir im Vorstand einen regelmäßigen Austausch, online natürlich.

Der Sängerkreis wollte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern. Das Coronavirus hat es nicht zugelassen. Wird die Feier in diesem Jahr nachgeholt?

Snethkamp: Nein, das ist für den 2. und 3. Oktober 2022 geplant. Für eine Durchführung noch in diesem Jahr reicht die Zeit einfach nicht aus.

Und der Kreissängertag?

Snethkamp: Der sollte im Februar in Lienen stattfinden, musste aber abgesagt werden. Jetzt peilen wir den Samstag nach Aschermittwoch, den traditionellen Termin, im nächsten Jahr an.

Hat die Pandemie zu Austritten von Mitgliedern in den Chören geführt?

Snethkamp: Von Austritten haben wir im Sängerkreis-Vorstand wenig gehört. Allerdings wird es eine Herausforderung sein, alle Sängerinnen und Sänger wieder zur Probenteilnahme zu animieren, wenn die wieder möglich sind.

Gibt es Signale, dass es bei einzelnen Chören schwierig werden könnte?

Snethkamp: Eindeutig ja. Gerade in Chören, die einen relativ hohen Altersdurchschnitt haben, könnte es schwer werden, alle Aktiven wieder für die Proben zu begeistern.

Da sind die Vorstände gefordert, oder?

Snethkamp: Sicherlich. Aber da gibt es auch Beispiele, wie auch ohne Gesang der Kontakt gepflegt wird. Beispielsweise hat in Leeden der Vorstand allen Aktiven eine kleines Weihnachtspaket vor die Türen gestellt.

Wird die Zahl der Chöre kleiner werden?

Snethkamp: (überlegt) Wenn man bedenkt, dass einige ältere Sänger offenbar nach der nun schon über ein Jahr währenden Unterbrechung nicht mehr anfangen wollen, ist das nicht auszuschließen. Allerdings weiß ich auch von einem Chor, bei dem sich die Zahl der Aktiven wohl halbieren wird. Aber dieses Dutzend will unbedingt weitermachen, trotz des Schrumpfens.

Was ist das entscheidende Kriterium, ob es weitergeht?

Snethkamp: Ganz klar, dass der Kontakt gehalten wird. Ensembles mit einem niedrigen Altersdurchschnitt haben es vielleicht etwas einfacher. Da kann eher über den Freundes- und Bekanntenkreis eine neue Sängerin oder ein neuer Sänger gewonnen werden. Dazu kommen noch die Liedauswahl und der Dirigent als Kriterien.

Wie es der MGV „Heimatklang“ vor der Pandemie gezeigt hat.

Snethkamp: Ja, da ist es uns gelungen, in kurzer Zeit sieben neue Sänger im Alter von 18 bis 50 Jahren zu gewinnen.

Wird es noch in diesem Jahr wieder Chorkonzerte geben?

Snethkamp: Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn nach den Herbstferien, früher rechne ich nicht damit, wieder Präsenzproben möglich sein sollten, reicht die Zeit einfach nicht aus, um bis Weihnachten ein Konzert auf die Beine zu stellen. Nicht organisatorisch, sondern von der Probenarbeit her.

Gibt es dafür wirklich keine Chance?

Snethkamp: Was ich mir vorstellen könnte, wäre die musikalische Begleitung durch Chöre in den Weihnachtsgottesdiensten. Dafür sollte die Zeit ausreichen. Die Bereitschaft in den Chöre ist da, die stehen quasi in den Startlöchern.

Wie haben Sie als Sänger denn die probenlose Zeit überbrückt? Mit Singen unter der Dusche?

Snethkamp: (lacht) Nein. Ich singe seit 50 Jahren und nutze die Gelegenheit, wenn ich beispielsweise mit dem Auto unterwegs bin.

Singen Sie dann Lieder aus dem Radio mit?

Snethkamp: (lacht) Nein. Ich habe ein umfangreiches Repertoire, da sind viele Liedsätze in Fleisch und Blut übergegangen, die ich dann singe.

Die Sängerinnen und Sänger sind die einen. Wie trifft Corona die Chorleiterinnen und Chorleiter?

Snethkamp: Das ist unterschiedlich. Die einen werden von ihren Chören weiterbezahlt, dann gibt es welche, die den halben Beitrag erhalten, und dann diejenigen, die darauf verzichten.

Gibt es auch hauptamtliche Chorleiter?

Snethkamp: Einige wenige sind hauptamtlich tätig. Die trifft die Corona-Pandemie besonders hart.

Wenn Sie die Auswirkungen in wenigen Worte zusammenfassen müssten . . .

Snethkamp: . . . dann würde ich den Spruch aufgreifen: „Singen ist das gefährlichste Hobby der Welt“.

Das Ehrenmal in Settel wurde vor 100 Jahren eingeweiht

Das Ehrenmal in Settel wurde vor 100 Jahren eingeweiht

Zum 100jährigen Bestehen der Setteler Gedenkstätte legten die Vorsitzenden Kai Rücker (rechts) vom Schützenverein und Ralf Krumme (links) vom  MGV „Heimatklang“ im Beisein der Mitglieder des Ehrenmalausschusses einen Schleifenkranz zu Ehren der Kriegsopfer beider Weltkriege nieder.

Gefallene sollen unvergessen bleiben

In wenigen Tagen jährt sich zum 100. Mal die Errichtung des Ehrenmals in Settel. Gegen das Vergessen und zur Erinnerung an die Toten in der Bauerschaft ließen die Bürger 1921 ein schlichtes Sandstein-Denkmal bauen. Mit einer Kranzniederlegung am Samstag, 22. Mai, erinnern und gedenken die Setteler der Einweihung.

28 Männer aus der Bauerschaft Settel – Söhne, Ehemänner, Brüder – haben im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. Zum Gedenken an sie und an das Leid des Krieges wurde auf Initiative des 1905 gegründeten Schützenvereins Settel das Mahnmal in Auftrag gegeben. Am 22. Mai 1921 wurde laut Chronik das Sandstein-Ehrenmal an zentraler Stelle errichtet.

Der damalige Standort lag etwa 200 Meter nördlich der heutigen Anlage an der Ladberger Straße – 1921 noch eine staubige Landstraße. Das Grundstück stellte, damals wie auch heute noch, die Bauersfamilie Mersmann unentgeltlich zur Verfügung. Die vom heutigen Ehrenmal-Ausschuss zusammengetragenen historischen Dokumente geben einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Denkmals.

Initiator der Aktion war der Schützenverein unter Federführung des rührigen Vorsitzenden Friedrich Wermeier. Die feierliche Enthüllung erfolgte durch Stadtamtmann Breidenstein und die Gedenkrede hielt Gemeindepfarrer Kerstein.

Wer das schlichte Sandsteindenkmal geschaffen hat, ist nicht bekannt. Es bestand damals aus einer bearbeiteten Steinplatte, auf der eine Bronzetafel mit den Namen der 28 gefallenen Soldaten befestigt war. Auf dem Denkmal ein eisernes Kreuz und auf den Stufen davor ein ebenfalls aus Sandstein gearbeiteter Stahlhelm auf Eichenlaub. Zur Einweihung wurde auch eine Texturkunde mit eingemauert.

1953 wurde aufgrund der neuen Straßenführung der Ladberger Straße das Ehrenmal an seinem heutigen Platz komplett neu errichtet. Dabei wurde es umfangreich erweitert, um auch den 48 Setteler Männern, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen oder vermisst blieben, ein ehrendes Gedenken zu geben.

Die alte Bronzetafel mit dem Sandsteinkriegshelm blieb erhalten und wurde in das neu gestaltete Ehrenmal aus Ibbenbürener Sandstein eingearbeitet. Verantwortlich dafür war der in der Region bekannte Steinmetz und Bildhauer Karl Fiedler. Für den Bauantrag bei der Stadt fertigte Fiedler auch ein maßstabsgetreues Holzmodell an, das noch im Original erhalten ist.

Das neue große Ehrenmal wurde am 10. Mai 1953 feierlich eingeweiht. Damals wurde ein Ehrenmal-Ausschuss für die dauerhafte Instandhaltung gegründet, der bis heute aktiv ist. Für die Finanzierung des Denkmals kamen bis ins Jahr 1994 die Bürger auf – es wurden regelmäßige Geldsammlungen in der Bauerschaft durchgeführt. Seitdem wird die gesamte Denkmalanlage von den Mitgliedern des Schützenvereins und des MGV „Heimatklang“ ehrenamtlich gepflegt und finanziell unterhalten.

Jährlich findet am Volkstrauertag eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung statt. Dabei wird immer auch mit persönlichen Schilderungen an die Toten und ihrer Schicksale erinnert. Im Rahmen des jährlichen Schützenfestes erfolgt eine zum Weltfrieden mahnende Feierstunde mit Gedenkrede zu Ehren der gefallen Schützenbrüder.

Zum 100-jährigen Bestehen wird der Ehrenmal-Ausschuss am Samstag in einem kleinen Festakt im Namen der Setteler Bevölkerung einen Schleifenkranz am Denkmal niederlegen.

Vor 100 Jahren, am 22. Mai 1921 wurde das erste Ehrenmal in Settel auf Initiative des Schützenvereins eingeweiht.

Die  Mitglieder des Ehrenmal-Ausschusses trafen sich vorab mit der WN-Lokalredaktion und trugen alte Dokumente über die Entstehung des Denkmals zusammen. Am 20. Mai erschien ein ausführlicher Pressebericht in den Westfälischen Nachrichten.

Das heutige Ehrenmal wurde 1953 durch Bildhauer Karl Fiedler neu gestaltet und erweitert. Gepflegt und unterhalten wird die Setteler Gedenkstätte vom Schützenverein und MGV „Heimatklang“ gemeinsam.

An der Feierstunde zum 100jährigen Bestehen nahmen Abordnungen beider Vereine und des Denkmalausschusses teil.