Sonntags-Ständchen im Seniorenzentrum Gempt

Sonntags-Ständchen im Seniorenzentrum Gempt

 „Kein schöner Land in dieser Zeit“ schallte es am Sonntagmorgen des 23. Februar aus über 50 Stimmen von erwartungsfrohen Bewohnern und Gästen im Seniorenzentrum Gempt. Die Sänger des MGV „Heimatklang“ Settel machten ihrem Vereinsnamen dabei alle Ehre und erfreuten die Senioren mit einer bunten Liedermischung. Die Idee für den Chorauftritt kam von Karin Pietig, Sozialarbeiterin im Diakonischen Werk. „Unsere Bewohner freuen sich immer besonders über musikalische Abwechslungen, vor allem mit Melodien, die sie kennen“, sagte sie zur Begrüßung. Chorleiter Andreas Oeljeklaus kündigte humorvoll die einzelnen Lieder an. „Wir möchten sie heute mitnehmen auf eine ausgewählte Melodienreise“. Vom leisen „Morgenrot“ und dem Regenbogenlied „Arcobaleno“, über den Reinhard Mey Ohrwurm „Über den Wolken“ bis hin zum schmissigen „Veronika, der Lenz ist da“ erklang eine breite Melodienpalette. Und bei den gemeinsamen Volksliedern wie  „Am Brunnen vor dem Tore“ und „Kein schöner Land“ sangen alle fröhlich mit und schwelgten in Erinnerungen. Unter dankbarem Applaus der Zuhörer bedankte sich MGV-Vorsitzender Ralf Krumme für die Einladung und versprach: Wir kommen gerne wieder mit einem Strauß voll Melodien“.

 

Deutsches Liedgut für einen Brasilianer

Deutsches Liedgut für einen Brasilianer

Bei der ersten Februar-Chorprobe 2020 des MGV „Heimatklang“ Settel in Lengerich war Dr. Eno Saatkamp (erste Reihe,Mitte) aus dem brasilianischen Santa Maria im Bundesstaat Rio Grande du Sul zu Gast und wünschte sich bekannte deutsche Volkslieder seiner 1924 von Settel ausgewanderten Großeltern. Dem kamen die  „Heimatklang-Sänger“ sehr gern und  stimmgewaltig nach.

Besonderer Gast bei der Chorprobe des MGV „Heimatklang“

Lengerich. Beim jüngsten Probe-Abend des MGV „Heimatklang“ Settel gab es einen besonderen Gast. Dr. Eno Saatkamp aus Santa Maria im Bundesstaat Rio Grande do Sul in Brasilien weilte zum Verwandtenbesuch in Lengerich. Da die 1924 nach Brasilien ausgewanderte Familie sehr musikalisch war, verwundert es nicht, dass Dr. Eno Saatkamp seine Liebe für die deutsche Volksmusik entdeckt hat. „Leider habe ich kein Instrument gelernt und kann – so sagt man – auch nicht singen, aber ich höre die Volkslieder doch sehr gern,“ erklärte der promovierte Elektroingenieur schmunzelnd. „Dein Opa konnte fantastisch Mundharmonika spielen“, erinnerte sich sein Vetter Ernst Saatkamp, worauf der Gast aus Brasilien erklärte, dass sich diese Mundharmonika noch in seinem Besitz befinde.

Der Professor der Universität in Santa Maria – er befasst sich mit der Verbesserung von GPS-Systemen – nutzte einen beruflichen Aufenthalt in der Schweiz, um in Europa Spurensuche zu betreiben. 1924 wanderten die Setteler Nachbarjungen Friedrich Saatkamp (21) und Friedrich Riesenbeck (19) aufgrund der Armut und den Folgen der Hyperinflation nach Brasilien aus. Sie stammten aus der Heuer der Höfe Mersmann beziehungsweise Johann to Settel.

In Brasilien wurde ihnen in der Region Aratiba im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden Brasiliens eine Parzelle steiniges Land zugewiesen. Es muss dort eine große Plackerei gewesen sein, ohne Aussicht auf ein ausreichendes Auskommen. Erst im circa 800 Kilometer nördlich gelegenen Palotina im Bundesstaat Parana fanden die Beiden ihr Glück. Mit Landwirtschaft wie Soja-, Mais- und Weizenanbau sowie Milchwirtschaft erarbeiteten sie sich einen bescheidenen Wohlstand.

Während Dr. Eno Saatkamp die Wurzeln seiner Familie erkundet, bereiten die Verwandten in Brasilien unter der Federführung von Paolo Saatkamp ein großes Familientreffen vor. Am 22. Februar 2021 werden sich über 300 Verwandte aus Brasilien, Paraguay, Nordamerika und Europa in Concordia SC treffen, um die Ahnen zu ehren, die Geschichte der Familie fortzuschreiben und die familiären Bindungen zu stärken, heißt es in einer Ankündigung.

Eno Saatkamp erklärte, wie sehr die sozialen Netzwerke die Suche und den Kontakt zu neuen und alten Verwandten erleichtert habe. Mit Hilfe der Historikerin Brigitte Jahnke vom Gesprächskreis Familienforschung Tecklenburger Land will er klären, ob es auch eine verwandte Linie der Saatkamps in Tecklenburg gegeben hat.

Text: Gernot Gierschner (Westfälische Nachrichten)

Fotos: Günter Tierp/MGV

 

Ständchen und Chorprobe in der Akademie Talaue

Ständchen und Chorprobe in der Akademie Talaue

 Neusänger Thomas Dikomey hatte am 27. Januar 2020 seine Sangesfreunde zu einer geselligen Chorprobe, verbunden mit einem Geburtstagsständchen zu seinem 53. Ehrentag eingeladen. Im Gasthof Prigge/Akademie Talaue in Lengerich-Wechte, der von seiner Frau Christina betrieben wird, war alles bestens vorbereitet. Als Gastgeschenk überreichte MGV-Vorsitzender Ralf Krumme an Wirtin Christina einen bunten Blumenstrauß und Thomas erhielt den Kristallkrug des Vereins. Mit einer leckeren Suppe zur Stärkung ging es dann in die besondere Chorprobe. Zur Freude des Jubilars und Chorleiter Andreas Oeljeklaus waren, bis auf einen, alle 32 Sänger erschienen und ließen ein helles „Gruß Gott“ erschallen. „Die Akustik auf diesem Saal ist außerordentlich gut“ stellte er während der gut einstündigen Sonderprobe fest. Mit dem „Johnny Cash Medley“ und dem Lied „Die Rose“ erklangen die Wunschlieder von Thomas, der sich zünftig mit einer Runde des kühlen Blonden, selbst gezapft und serviert, bedankte.

01 Ralf Krumme gratuliert Neusaenger Thomas Dikomey zum Geburtstag

Jahreshauptversammlung 2020 MGV „Heimatklang“ Settel

Jahreshauptversammlung 2020 MGV „Heimatklang“ Settel

Sieben neue Sänger verjüngen den MGV „Heimatklang“ Settel.

Vorsitzender Ralf Krumme auf JHV wiedergewählt – Plattdeutsches Theater wird Jahreshöhepunkt

Lengerich. Mit sichtlichem Stolz beim Blick auf die Vielzahl der neu gewonnenen Chorsänger im voll besetzten Vereinslokal Beumer-Stöppel eröffnete Vorsitzender Ralf Krumme die 93. Jahreshauptversammlung des MGV „Heimaltklang“ Settel. Noch Anfang des Sängerjahres 2019 hatte der Chor altersbedingt einen starken Sängerrückgang zu verzeichnen, so dass man sich zu einer Sängerwerbeaktion entschloss. Insbesondere durch die persönliche Ansprache und die unverbindliche Teilnahme an den vier Schnupperabenden überzeugte gleich sieben neue, und dazu erfreulich junge Sänger, sich aktiv dem Setteler Männerchor anzuschließen. „Das ist eine schöne Entwicklung und zeigt, dass Singen im Chor doch etwas Besonderes ist“, freute sich auch Chorleiter Andreas Oeljeklaus. 

Zu Versammlungsbeginn galt dem verstorbenen Mitglied Friedhelm Rottmann ein Ehrengedenken. Den Jahresrückblick verlas Beisitzer Marco Westphal. Neben den vereinsinternen  Aktivitäten hob er besonders die von großem Erfolg gekrönte Sängerwerbeaktion hervor. Mit Andreas Meyer, Frank Ehrentreich, Frederik Möller, Lukas Oeljeklaus, Dominik Buller, Thomas Dikomey und Axel Krexa traten gleich sieben neue Chorsänger  dem MGV bei und senkten das Durchschnittsalter des Chores auf aktuell 59 Jahre. Besondere Erwähnung fand die Übergabe des Spendenerlöses von 800 Euro aus dem Weihnachtskonzert „Tannenduft und Kerzenschein“ an den Hospizverein Lengerich. Auch der erneute Besuch von  Landrat Dr. Klaus Effing beim 49. Setteler Bierfassrollen und die zentrale Jubilarehrung des Sängerkreises durften nicht fehlen. Kassenwart Hans-Joachim Knöpker-Bettler erstattete den Finanzbericht, der mit einem soliden Bestand abschloss. Kassenprüfer Walter Schallenberg, der mit Jens-Friedrich Höcker die einwandfreie Kassenführung bestätigte, bat um Entlastung des Kassierers, dem die Versammlung einstimmig nachkam. Seine akribisch geführten Statistikdaten zog der 1. Schriftführer Holger Kahmann im Bericht zur Sängerbeteiligung heran. Horst Wiesner, Martin Rzitki und Erhard Leiwe versäumten keine Probe und erhielten den Kristallkrug des Vereins. Die Gesamtbeteilung an den 40 Proben lag bei guten 83 % und die Mitgliederzahl stieg auf 114 Personen, davon sind 32 aktive Sänger.

Ein positives Fazit zog auch Chorleiter Andreas Oeljeklaus in seinem musikalischen Bericht. „Anfang des Jahres hatte ich wirklich einen sorgenvollen Blick auf unsere Sängerzahl. Nun aber schaue ich erfreut und zuversichtlich nach vorn. Mit persönlicher Ansprache, sanfter Hartnäckigkeit und unserem geselligem Vereinsprogramm haben wir Söhne, Enkel und Freunde vom Chorgesang überzeugen können“, freute er sich. Der MGV hat einen guten Ruf und den wollen wir mit unserem neuen Chorkonzert im Februar 2021 unterstreichen. Die Liedauswahl dazu soll unter dem Motto „Zeit“ stehen“, verriet er bereits.  Das wird auch der Übungsschwerpunkt des Sängerjahres sein.  Der Kleine Chor als Projektchor im MGV, den Oeljeklaus parallel leitet, gibt noch in diesem Jahr sein Konzert aus dem aktuellen Chorprojekt. „Deutsche Pophits aus 40 Jahren“. Danach übernahm Ehrenvorsitzender Friedel Snethkamp das Wort und holte das einstimmige Votum zur Vorstandsentlastung ein, nicht ohne zuvor ein Dankeslob an die „MGV-Macher“ Ralf Krumme, Andreas Oeljeklaus und Hartwig Nüßmeyer für ihr uneigennütziges Engagement auszusprechen.

Bei den Vorstandswahlen wurden Ralf Krumme (1. Vorsitzender) und Holger Kahmann (Schriftführer) für weitere zwei Jahre gewählt. Raimund Spieker schied als Beisitzer aus und erhielt für seine Vorstandsarbeit ein Dankespräsent. Zu neuen Beisitzern vorgeschlagen und gewählt wurden Marco Westphal, Siegfried Schürmann und Axel Krexa. (Den MGV-Vorstand bilden:  siehe Foto): Notenwart Friedrich-Wilhelm Leiwe übergab sein Amt an Martin Rzitki und Holger Kahmann. Festausschuss für 2020 ist der 1. Bass. Zu neuen Kassenprüfern wurden Dominik Buller und Lukas Oeljeklaus bestimmt. Ein Sonderlob des Vorstandes für die Pflege der Vereins-Homepage, Facebook und Öffentlichkeitsarbeit erhielten Günter Tierp, Hartwig Nüßmeyer und Marco Westphal. Auf der Agenda stand ferner eine vereinsrechtliche Textanpassung des Satzungszwecks, sowie die moderate Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Beide Punkte wurden ohne Gegenstimme beschlossen. Unter TOP „Verschiedenes“ gab Vorsitzender Krumme die Termine für die festen Aktionen wie Grünkohlwanderung, Fahrradtour, Bierfassrollen und Ständchen bekannt. Höhepunkt des Vereinsjahres soll die Aufführung der fünf Vorstellungen des humorvollen plattdeutschen Theaterstückes „Oll wä Schwien hatt“ am 29.2./01./06./07. und 08. März in der Gempt-Halle werden. Die Theatergruppe des MGV befindet sich aktuell voll in den Proben und der Kartenvorverkauf ist bereits sehr gut angelaufen, berichtete Walter Schallenberg.  Karten mit fester Sitzplatzreservierung sind bei ihm unter (Tel. 05481-997785) und Heiner und Anja Peters (Tel. 05485-833511) erhältlich.

Diese neue Vorstandsmannschaft führt den MGV „Heimatklang“ Settel in die 2020er Jahre. Von rechts:  Ralf Krumme (1. Vorsitzender), Siegfried Schürmann (Beisitzer), Holger Kahmann (Schriftführer/Notenwart), Marco Westphal (Beisitzer), Hans-Joachim Knöpker-Bettler (Kassenwart),  Axel Krexa (Beisitzer), Andreas Oeljeklaus (Chorleiter/Dirigent), Martin Rzitki (Notenwart).

Vorweihnachtliche Sängerehrung im MGV Settel

Vorweihnachtliche Sängerehrung im MGV Settel

Vorweihnachtliche Sängerehrung im MGV Settel

Im stimmungsvollen Rahmen der 44. Familien-Weihnachtsfeier des MGV „Heimatklang“ Settel am 3. Advent im Waldhotel Hilgemann nahmen Vorsitzender Ralf Krumme und Chorleiter Andreas Oeljeklaus die Ehrungen für langjährige aktive Sänger vor. Erwin Nüßmeyer wurde für respektable 70 Jahre aktives Singen im Chor, Günter Kipp für 60 Jahre und Friedrich-Wilhelm Leiwe für 40 Jahre mit den Urkunden und Ehrennadeln des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet. In seiner Laudatio hob Ralf Krumme bei allen Jubilaren das persönliche langjährige Engagement nicht nur als Chorsänger, sondern auch für ihre Vorstandsarbeit hervor. Insbesondere die Verdienste von Erwin Nüßmeyer als langjährigen 1. Schriftführer in den 50/60er Jahren und F.W. Leiwe als umsichtigen Kassenwart und aktuell als 1. Notenwart  wurden mit großem Beifall bedacht. Verbunden mit dem Wunsch, dass die drei Aktiven noch viele Jahre mit Freude zu den Chorstunden erscheinen mögen, eröffnete Krumme das abwechslungsreiche Programm der Weihnachtsfeier. Mit den Vorträgen des Männerchores von Götz Alsmann’s „Beswingter Weihnacht“, dem Projektauftaktsingen des „Kleinen Chor“ mit deutschen Pophits von Max Giesinger, Purple Schulz und Nena,’s „Wunder geschehn“, sowie dem Theaterstück der Setteler Kinder „Opa hat eine Idee“, einstudiert von Bärbel Haar, gab es für die 130 Gäste eine bunte Palette zu sehen und zu hören. Höhepunkt nach der Kaffee- und Kuchentafel war natürlich der Besuch von Nikolaus und Knecht Ruprecht, die nach munteren Gedichtvorträgen von Klein und Groß ihre Bescherung vornahmen. Gemeinsam mit den Kindern und Gästen sangen sie zum harmonischen Abschied das bekannte Lied „Feliz Navidad“.

Heimatklang-Vorsitzender Ralf Krumme (rechts) ehrte im Rahmen der Familien-Weihnachtsfeier des MGV „Heimatklang“ Settel die Sangesfreunde Erwin Nüßmeyer für 70 Jahre, Günter Kipp für 60 Jahre und Friedrich-Wilhelm Leiwe für 40 Jahre aktives Singen im Chor (von rechts) und verlieh die Urkunden und Ehrennadeln des Deutschen Chorverbandes.

Nikolaus und Knecht Ruprecht sangen mit den Setteler Kindern das fröhliche Lied „Feliz Navidad“